Editor

Was soll das eigentlich immer mit dem „Cutter“? Ich finde „Cutter“, also einer, der den Schnitt setzt, ist zu wenig, um diesen Beruf zu bezeichnen. Der Begriff „Editor“, also einer, der bearbeitet, trifft es viel besser. Das haben sie in Amerika auch schon gemerkt.

Ich habe schon früh (mit 13) gemerkt, dass der Film, der Beitrag, die Sendung im Schnittraum entsteht. Machen wir uns nichts vor, ohne ein Drehbuch, ohne Protagonisten, Beleuchter, Kameramenschen, Key Grip, Gaffer gäbe es kein Material, was man schneiden könnte, jedoch kann der Film kein Film werden, wäre da nicht ganz unsichtbar und unhörbar der Editor, der das Material bearbeitet.

Ich mache diesen Job seit 15 Jahren hauptberuflich und kann sagen, es macht mir Spaß, das Maximum aus der Geschichte und den Emotions herauszukitzeln. Immer mit Hand, Herz und Hirn.

Zusammen mit Regisseur Erik Schmitt habe ich den Kurzfilm „Nashorn im Galopp“ geschnitten. Der Film ist nur direkt bei Youtube verfügbar. Lohnt sich aber. Guckt mal, wie der Schnitt die Emotionen bewegt.